Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?

Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?
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Thomas hat drĂŒben im Reisen-Fotografie-Blog eine verdammt spannende Frage aufgeworfen, die er zum Anlass fĂŒr eine Blogparade genommen hat: wie weit darf Fotobearbeitung gehen? Wo beginnt die Manipulation, ab wann ist eine Aufnahme nicht mehr authentisch?

Ein Foto ist immer subjektiv.

Ganz grundsĂ€tzlich bildet kein Foto die Wirklichkeit ganz und gar unverfĂ€lscht ab. Auch ohne Filter oder wegretuschierte Elemente zeigt eine Fotografie immer nur einen Ausschnitt aus der RealitĂ€t – und zwar genau so, wie ihn der Fotograf im Moment der Aufnahme bewusst oder unbewusst gewĂ€hlt hat. Der Bildrand verschweigt immer einen gewissen Rest der Geschichte. Genau den, den der Fotograf fĂŒr unwichtig befunden hat.

Auch die Aufteilung einer Aufnahme bestimmt, wie eine Szenerie wirkt, Stichwort Goldener Schnitt & Co. Überspitzt gesagt: ein Pferd in der Mitte einer Wiese? Langweilige Pampa. Ein Pferd im linken Drittel des Bildes? Was fĂŒr eine harmonische und idyllische Szene!

Wenn ich ein Bild aufnehme, entscheide ich mich immer fĂŒr eine bestimmte Perspektive, aus der ich fotografiere. Du hast das vielleicht selber schon einmal ausprobiert, dich fĂŒr eine Aufnahme auf den Boden zu legen und aus der Froschperspektive nach oben zu fotografieren. Plötzlich sieht alles anders aus – ist aber genauso echt und wirklich wie ein im Stehen aufgenommenes Bild. Was ist authentischer?

Lost Places - Immerath

Besonders deutlich wird es, wenn du mit Offenblende fotografierst und dadurch mit dem SchĂ€rfeverlauf spielst. Der Punkt, auf den du fokussierst, wird scharf dargestellt, wĂ€hrend der Hintergrund in UnschĂ€rfe verschwimmt. Dieser berĂŒhmte Bokeh-Effekt – er ist das fotografische Stilmittel schlechthin, um dem Betrachter klarzumachen, auf was du seine Aufmerksamkeit lenken möchtest. Ist das noch die unverfĂ€lschte Wirklichkeit, die wir da abbilden?

Auch Schwarz-Weiß wirft diese Frage auf. Im Zeitalter der digitalen Fotografie sind SW-Bilder fast immer das Resultat einer Bildbearbeitung. Spiegeln sie durch so eine bewusste Manipulation der Farben ĂŒberhaupt noch die RealitĂ€t wider? Oder ist das jetzt Kunst? – Und wĂ€re der Charakter des Fotos ein anderer, wenn es von vornherein auf einem SW-Film aufgenommen worden wĂ€re?

Sportfotografie - Radrennen in Schwarz-Weiß

Unsere Augen sind außerdem viel anpassungsfĂ€higer als eine Kamera. Stell dir vor, du stehst in einem mĂ€ĂŸig hellen Raum und draußen scheint die Sonne. Wenn du jetzt ein Foto machst, sieht entweder die Welt vor dem Fenster „normal“ aus, wĂ€hrend das Zimmer viel zu dunkel ist, oder umgekehrt – auf dem Foto sind die Möbel ganz normal zu erkennen, aber das Fenster ist nur ein gleißend weißes Rechteck. Welches der beiden Bilder ist „richtiger“?

Strandfotos aus Holland - Zoutelande

NatĂŒrlich spielt auch die LeistungsfĂ€higkeit einer Kamera eine Rolle. Ein Beispiel dafĂŒr ist etwa die Verzerrung am Bildrand – die ist je nach Objektiv ausgeprĂ€gter. Bei Handyaufnahmen sieht man das oft ganz gut, wenn Personen am Bildrand irgendwie seltsam flach und deformiert wirken. Klar, man betrachtet das Bild und korrigiert die Szene im Kopf. Haben wir damit jetzt trotzdem noch die RealitĂ€t dokumentiert?

Nicht zuletzt erlebt jeder von uns die Wirklichkeit zudem ein bisschen anders und ein Foto ist unweigerlich geprĂ€gt davon, wie wir persönlich die Welt wahrnehmen.
Sehr deutlich wird das, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist und jeder fotografiert. Einige Aufnahmen werden sich am Ende des Tages Ă€hneln, aber es gibt immer wieder dieses „Boah, wieso habe ich das nicht gesehen?!“ oder „Auf deinen Fotos wirkt das ja ganz anders als auf meinen!“.

Es gibt also eine ganze Reihe an Faktoren, wieso eine Fotografie ohnehin nie völlig objektiv sein kann, auch ohne bewusste Bildbearbeitung.

Ein Foto sagt nicht lÀnger die Wahrheit. Es schlÀgt nur eine Möglichkeit vor.

photokina 2000
Fotoretusche - Stimmung durch Farbtöne

Digitale Fotobearbeitung als Chance

Ich find’s immer wieder unglaublich faszinierend, welche Möglichkeiten sich in der Bildbearbeitung bieten. Und vor allem in der digitalen Bildbearbeitung – klar, Fotoretusche ist beinahe so alt wie die Fotografie selbst. Aber in analogen Zeiten war das furchtbar umstĂ€ndlich und ließ sich halt auch nicht mehr mit [Strg] + [Z] einfach so schnell wieder rĂŒckgĂ€ngig machen.

Photoshop & Co. hingegen laden ja geradezu dazu ein, unendlich viele Varianten auszuloten und herauszufinden, wie man in einem Foto seine ganz eigene Wahrnehmung der Welt weiter herausarbeiten kann.

Bildretusche - Nebelmorgen

Bearbeite ich meine Aufnahmen?

Ja.
Mein typischer Workflow sieht so aus: ich fotografiere im RAW-Format, importiere die Bilder von der Speicherkarte in Lightroom und nehme dort erste Korrekturen vor, danach folgt das Feintuning in Photoshop.

Je nach Motiv nehme ich gerne eine oder mehrere der folgenden Anpassungen vor:

  • Bildausschnitt
  • Justieren der Tiefen und Lichter (zu dunkle Bereiche helle ich gezielt auf, ohne gleich das ganze Foto ĂŒberzubelichten)
  • Luminanz einzelner Farben – bei Landschaftsaufnahmen dunkle ich zum Beispiel das Blau gerne etwas ab, damit der Himmel krĂ€ftiger wirkt
  • Farbtemperatur / Fotofilter
  • Vignettierung ( = leichtes Abdunkeln in den Bildecken)
  • NachschĂ€rfen
  • Herausretuschieren einzelner Elemente (MĂŒlleimer, Pickel & Co.)

Adieu, störende Bildelemente

Ganz besonders liebe ich den Bereichsreperatur-Stempel in Photoshop! 😀

Ein Klassiker: der Beste und ich waren vor einiger Zeit in Ulm und haben uns als gute Touristen natĂŒrlich auch das Ulmer MĂŒnster angesehen. WĂ€hrend der Beste nur einen kurzen Blick hineinwarf und sich mit einem „Uff, ganz schön voll…“ wieder nach draußen begab, blieb ich ein Weilchen lĂ€nger zum Fotografieren.

Wieder daheim, schauten wir uns irgendwann meine fertige Fotostrecke des Ausflugs an. Auch ein paar Innenaufnahmen aus der Kirche waren dabei… und der Beste runzelte irritiert die Stirn: „HĂ€? Wo sind denn die ganzen Touristen hin?“ Tja… 😀

Ein Ă€hnliches Beispiel: im Juni war ich in Prag und habe natĂŒrlich auch ein paar Aufnahmen von der berĂŒhmten KarlsbrĂŒcke mit ihren Heiligenstatuen gemacht. Da es eigentlich ein Businesstrip war und ich mit Kollegen unterwegs war, hatte ich nicht endlos viel Zeit zum Fotografieren und musste quasi im VorĂŒbergehen auf den Auslöser drĂŒcken. Und da standen dann halt dauernd irgendwelche Touristen und posierten vor den Statuen… narf. Also los, Photoshop:

Bildretusche: KarlsbrĂŒcke in Prag

Gibt es fĂŒr mich NoGos bei der Bildbearbeitung?

Portraitaufnahmen retuschiere ich meist nur sehr leicht. Hier achte ich darauf, einfach die Schokoladenseite eines Menschen zu zeigen bzw. zu betonen.

Bei Kleinigkeiten helfe ich der RealitĂ€t gern mal etwas auf die SprĂŒnge: niemand möchte dank der Hochzeitsbilder sein ganzes Leben lang daran erinnert werden, dass just an dem Tag ein roter Pickel am Hals prangte. GlĂ€nzende Hautstellen auf der Nase retuschiere ich ebenso weg wie ein StĂŒckchen Petersilie zwischen den ZĂ€hnen. 😉
Ich hatte auch schon mal den Fall, dass ich mehrere Gruppenbilder mit ca. zwanzig Leuten aufgenommen hatte – und irgendjemand hatte immer die Augen zu. Gnah! Da hab ich dann halt beherzt zur digitalen Schere gegriffen und ein Gesicht aus dem einen Foto ausgeschnitten und im anderen eingefĂŒgt.

Was fĂŒr mich allerdings gar nicht in die TĂŒte kommt, sind Retuschen Ă  la „kannst du mich auf dem Foto bitte dĂŒnner machen?“, weil dieses ganze Body Shaming etwas ist, was ich nicht noch weiter unterstĂŒtzen möchte.

Die Grenze liegt fĂŒr mich in der Frage, „HĂ€tte es heute so gewesen sein können?“.

In Sachen störender Bildelemente bin ich da nicht so zimperlich. 😀
Mir geht es in der Regel mehr darum, ein ansprechendes, „schönes“ Bild zu kreieren, als die schnöde RealitĂ€t 1:1 abzubilden.
Ja, mag sein, dass gleich neben dem barocken Schlossportal ein MĂŒlleimer steht. Gleich nicht mehr. 😉 Und dass die Farben in Wirklichkeit vielleicht nicht ganz so bonbonmĂ€ĂŸig waren – wen interessiert’s, wenn sie die AtmosphĂ€re des Fotos doch so viel besser unterstreichen?

Hier mal ein Beispiel aus Köln. Vom Eingang eines MessegebĂ€udes aus habe ich den Blick ĂŒber die HohenzollernbrĂŒcke zum Kölner Dom hin aufgenommen. Im Original ist das ein relativ belangloses Bild, aber ich wusste, dass sich aus der Perspektive und dem Licht in den Wolken mehr machen lĂ€sst… ta-daa:

Bildretusche: Kölner Dom

Wie siehst du das?

Bearbeitest du deine Fotos nach? Welche Korrekturen nimmst du gerne vor? Gibt es dabei fĂŒr dich Grenzen?

Noch bis zum 28. August lĂ€uft die Blogparade von Thomas – hier findest du alle Infos sowie die BeitrĂ€ge der anderen Teilnehmer. 🙂

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21 Kommentare

  1. Also ich helle maximal meine Bilder etwas nach. Grenzwerten wird es fĂŒr mich, wenn z.B. bei Foodpics das Essen neu eingefĂ€rbt wird und es nicht mehr der Wahrheit entspricht.
    Bei also z.B. die Karotten Suppe ist eigentlich blass orange und daraus wird ein richtig krasses orange gemacht.
    Wenn jemand das Rezept nachkocht und es nicht ansatzweise mit dem Bild ĂŒbereinstimmt finde ich es sehr schade.
    LG Jenny

    • Hallo Jenny,

      puh, ja – da sagst du was Wahres. Bei Foodfotos achte ich auch darauf, dass es noch natĂŒrlich aussieht. So etwas wie Schlagschatten unter dem Teller helle ich schon mal auf, oder entferne Kleckse von der Unterlage (ich altes Matschekind 😀 ), aber letztlich gilt auch da fĂŒr mich – „hĂ€tte es so aussehen können?“.

      Liebe GrĂŒĂŸe
      Anne

  2. Super, dass du es noch geschafft hast, diesen genialen Beitrag zu schreiben 🙂

    Wichtig finde ich vor allem, was du gleich zu Beginn erwĂ€hnst: Bilder verschweigen immer alles, was der Fotograf nicht mit abgebildet hat. Und auch SchĂ€rfe und Perspektive sind tolle Punkte – irgendwie sind das ja die Punkte, die immer in Fotografietipps auftauchen, eben weil sie so entscheidend fĂŒr die Wirkung sind.
    Auch der Aspekt mit der Technik ist interessant – das eben entweder ein Bereich oder der andere zu dunkel ist, hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. FĂŒr mich war da immer das Foto „echter“ auf dem das korrekt belichtet ist, was ich zeigen wollte – aber das ist ja eine völlig subjektive Entscheidung.

    Mit irgendwem, der auch gern fotografiert wĂŒrde ich gern mal eine Weile die gleichen Motive ablichten… die Auswertung wĂ€re sicher spannend, so wie du das beschreibst 😉

    Deine Bearbeitunsroutine klingt fĂŒr mich sehr gut 🙂 Luminanz einzelner Farben war fĂŒr mich nie ein Thema – ich weiß nĂ€mlich nicht, wie und ob das mit Gimp geht. Eine Vignettierung verwende ich nie, da ich die irgendwie nie so prĂ€sent habe als Möglichkeit – aber eigentlich sollte ich da vielleicht öfter mal drĂŒber nachdenken.

    Deine FĂ€higkeiten beim Retuschieren beeindrucken mich total!! Ich könnte das nie m Leben so genau… wie lange brauchst du, um einen einzelnen Touristen „auszulöschen“?

    Die Frage, die du als Grenze formulierst, finde ich spitze! So sehe ich das nÀmlich auch.

    Liebe GrĂŒĂŸe

    • Hej Tabea,

      yeah, dein Beitrag hat mir die Blogparade ja erst wieder ins GedĂ€chtnis gerufen, nachdem ich ja eigentlich schon vor Wochen teilnehmen wollte. 😀

      Das wĂ€re bestimmt spannend, wenn wir mal zusammen eine Fototour machen wĂŒrden. Vielleicht ergibt sich das ja mal, ich wĂŒrde mich freuen, dich mal kennenzulernen. 🙂

      Mhh, mit Gimp kenne ich mich leider so gar nicht aus. :/ Ich glaube, man kann die Farben vertauschen, darĂŒber könntest du ein etwas dunkleres Blau versuchen.

      Photoshop macht es einem beim Wegretuschieren mittlerweile echt einfach. 😀 In 90% der FĂ€lle reicht es tatsĂ€chlich, mit dem Retuschestempel ĂŒber den gewĂŒnschten Bereich zu fahren und Photoshop berechnet von selbst, wie der Hintergrund aussehen muss. Nur ab und an muss man da mal von Hand nacharbeiten, damit die Strukturen passen. Von daher ist das tatsĂ€chlich eine Sache von Augenblicken. 🙂

      Liebe GrĂŒĂŸe
      Anne

  3. Hi Anne,

    das freut mich riesig, dass ich Dich mit der Blogparade zu diesem tollen Beitrag motivieren konnte.

    Und ich stimme Dir auch noch in allen Dingen zu. Dazu kommt ja, dass Deine Bilder Dir recht geben, sie sind immer wunderschön anzusehen und wirklich fein bearbeitet.

    Ich selber halte mich ja bei Reiseberichten oft ein wenig zurĂŒck, da ich anderen Reisenden gerne zeigen möchte, was sie an dem Ort erwartet. Aber wehe, ich mache einen Bericht ĂŒbers Fotografieren, dann wird auch schön bearbeitet, bis mir das Bild gefĂ€llt.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,

      aww, dankeschön fĂŒr die Blumen! 🙂

      Ja, drĂŒben auf vom-landleben.de stelle ich ja auch Ausflugsziele vor und habe mich gefragt, inwieweit es vertretbar ist, MĂŒlleimer, Werbeplakate und Konsorten herauszuretuschieren. Witzigerweise hat sich im GesprĂ€ch mit Freunden ergeben, dass die meisten gar nicht auf solche Details achten – nur als Fotograf hat man da einfach einen anderen Blick drauf. Sprich, die meisten Leute sehen ein idyllisches Foto, fahren hin und sehen eine idyllische Szene – und die MĂŒlleimer fallen ihnen dabei gar nicht als störend auf.
      Wirklich krasse Manipulationen wĂŒrde ich in solchen Berichten allerdings auch nicht vornehmen; ich wĂŒrde also keine HochhĂ€user verschwinden lassen oder dergleichen. 😉

      Liebe GrĂŒĂŸe
      Anne

  4. Ich finde, der Ursprung sollte erhalten bleiben – dies vor allem bei Personen-Fotografien. Hat jemand einen Makel wie Muttermale oder Ă€hnliches, gehört es zu dieser Person und sollte auch dort bleiben. Auch „dĂŒnner machen, Beine lĂ€nger o.Ă€.“ geht fĂŒr mich gar nicht.
    Bei Landschaftsaufnahmen kann von mir aus ein wenig „gezaubert“ werden, wobei es in meinen Augen auch ziemliche „VerĂ€ppelung“ ist, wenn es auf Insta gepostet wird. Geht es um einen Werbeproskt o.Ă€. finde ich es ok… Also meine Meinung ist da durchaus zwiegespalten 😀

  5. mein beitrag zu dem thema kommt auch demnĂ€chst 🙂 der bereichsreparaturpinsel ist ein traum, hehe. dem stimme ich absolut zu. obwohl meine PS-kenntnisse leider sehr lahm sind und die ergebnisse deswegen leider nicht so gut wie ich mir das wĂŒnschen wĂŒrde. im großen und ganzen bin ich denke ich deiner meinung ^.^

  6. „HĂ€tte es so sein können“ ist eine wunderbare Devise. Ich bearbeite deutlich weniger als du und bin auch kein Freund davon, aber mit dem Motto kann ich mich anfreunden. Was einem auffĂ€llt ist auch ein guter Punkt – stehe ich in echt vor einem Motiv, fallen mir MĂŒlleimer nicht auf, auf einem Foto nehmen sie aber halt möglicherweise einen unberechtigt großen Teil der Szenerie ein.

  7. Ich muss sagen, ich mache fast nichts an den Bildern! Meistens sogar gar nichts.
    Meine Kamera steht auf RAW+L, sprich parallel zum RAW noch große JPGs in 24Mpx. Hat den Vorteil, dass ich mal schnell was auf’s Handy hauen und raus schicken kann.

    Ich versuche mir beim Bilder machen wirklich Zeit zu nehmen, damit das Motiv auch etwas wird. Heißt, seit Jahren nur noch manueller Modus, und solange sich nicht gerade all zu viel bewegt auch manueller Fokus.
    Da bekommt man irgendwann wirklich ein Auge dafĂŒr, wie man es gerne hĂ€tte, und ich kann die Bilder einfach nehmen wie sie sind.

    Alles was ich nachher am Rechner noch machen muss ist, die Bilder auf 1800×1200 zu skalieren!

  8. Liebe Anne!

    Mir geht es da Ă€hnlich wie dir: Ich finde, Fotos haben immer auch einen kĂŒnstlerischen Anspruch (jedenfalls bei mir). Wenn ich Fotos mache, dann schaue ich nach dem perfekten Winkel, nach dem perfekten Licht – und das schon in der Aufnahmesituation. Ich stelle und verschiebe die RealitĂ€t also schon da.
    In der Nachbearbeitung passe ich dann natĂŒrlich nochmals an, mache es fĂŒr den Betrachter noch schöner, auf dem Bild zu verweilen. Dabei ĂŒbertreibe ich (hoffentlich – ich stehe da noch ganz am Anfang und lese unter anderem deswegen fleißig bei dir mit) es in der Regel nicht und finde deine Regel „HĂ€tte es so sein können?“ eine gute Orientierung, um Grenzbereiche auszuloten. Auf der anderen Seite: Gerade pralle Farben, gerade tolle SĂ€ttigung macht manchmal die ganz eigene, surreale Stimmung bei tollen Bildern aus – ich denke, das ist auch eine große Geschmacks- und nicht zuletzt Verwendungszweckssache.

    Ich muss wirklich noch einmal durch dein Archiv stöbern – da habe ich noch den ein oder anderen spannenden Artikel von dir entdeckt gehabt… 😉

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Jenni

    • Hallo Jenni,

      stimmt, manchmal darf es auch der Griff tief in die Effekte-Kiste sein. Gerade bei Instagram ĂŒbertreibe ich es da auch gerne mal mit dem Kitschfaktor. 😉

      Viel Spaß beim Lesen hier! 🙂

      Liebe GrĂŒĂŸe
      Anne

  9. Großes Lob fĂŒr diesen Artikel ! Insbesondere die Deine Meinung zu Arbeiten am „body“ kann ich nur wĂ€rmstens unterstĂŒtzen ! Manchmal geht das einfach zu weit. Also alles in allem: Chapeau ! Und viele GrĂŒĂŸe aus Hannover ! Mach weiter so !

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